Rohrvortrieb

Bei diesem Verfahren werden Vortriebsrohre aus Stahl, Stahlbeton, Steinzeug, Polymerbeton oder GFK unterirdisch von einem Startschacht zu einem Zielschacht gepresst.

Je nach Bodenart und Rohrdurchmesser bieten wir unterschiedliche, auf die Bodenart abgestimmte Verfahren an.

Bemannter Rohrvortrieb

Bemannte Rohrvortriebe führen wir in den Durchmessern DN 1200 bis 2500 durch. Hierbei wird der Boden an der Ortsbrust mechanisch abgebaut, mit einer Lore zur Pressgrube transportiert, dort mit einem Kran an die Oberläche befördert und entsorgt.

Die Vorteile dieses Verfahrens sind:

  • Gute Erreichbarkeit der Ortsbrust (z. B. Hindernisbeseitigung)
  • Wirtschaftliche Bauausführung
  • Trockenförderung des Bodens mit Loren (keine Separierung notwendig)
  • Die Steuerung des Bohrkopfes und Abbau des Bodens erfolgt an der Ortsbrust, der Maschinenfahrer kann unverzüglich auf Änderungen im Boden reagieren.

Unbemannter Rohrvortrieb:

Unbemannte Rohrvortriebe führen wir in den Durchmessern DN 250 bis DN 1800 durch. Wir setzen grundsätzlich Herrenknecht Maschinen mit Spülförderung ein. Bei diesem Verfahren wird der Boden an der Ortsbrust von einem auf die vorkommenden Bodenverhältnisse abgestimmten Schneidrad abgebaut, ggf. in dem hinter dem Schneidrad befindlichen Kegelbrecher gebrochen und mit Wasser zur Separierung gefördert. Die Separierung trennt wieder den Boden vom Wasser. Ab DN 1200 ist die Ortsbrust auch bei diesem Verfahren zugänglich.

Die Vorteile dieses Verfahrens sind:

  • Vortrieb in allen Bodenarten unabhängig vom Grundwasserstand
  • hohe tägliche Vortriebsleistung
  • kleine Press- und Zielschächte
  • kurze Baustelleneinrichtungszeiten